3. Kapitel im revolutionären Teil dieses Buches

Die Überschrift fiel dem konterkonterkonterkonterrevolutionären Gegengegenschlag zum Opfer

Vielen Bürgern des revolutionären Staates, vom Kühlschrankverkäufer bis hin zu einigen der direkten Untergebenen des Großen Blubbers, erging es nicht besser als der Überschrift, denn die Vegetarierjäger der Revolution und ihre Hilfstruppen, speziell für solche Fälle ausgebildete Kampfhamster, wüteten erbarmungslos.
Nur eine Bevölkerungsgruppe entkam dieser Hatz komplett, ironischerweise die Konterrevolutionäre, da der Gegenschlag sich zufälligerweise nicht bis in die Kanalisation hinab erstreckte (in die Planung des Großen Blubbers hatte sich ein kleiner Fehler eingeschlichen).
Doch Globnik und der Dübelpriester kreuzten im geheimen Auftrag der Konterrevolution durch die unterirdischen Abwasserentsorgungsröhren der Kanalisation. Sie suchten nach Sympathisanten der Konter- und der Standard-Revolution, nach ersteren, um sie in die Gemeinschaft der Konterrevolutionäre einzugliedern, nach letzteren, um sie der Gemeinschaft der Kanalpiranhas zuzuführen; doch ob des vierfachkonterrevolutionären Gegenschlages suchten sie schon seit mehreren Tagen vergeblich.
Gerade, als sie sich zur Rückkehr zum Hauptquartier entschlossen hatten, wurde das Kanal-U-Boot von einem Netz in die Höhe gerissen.
Der Dübelpriester und Globnik sahen sich Angesicht zu Angesicht (sie saßen in einem Cabriolet-Kanal-U-Boot) einer Horde Mutanten gegenüber, deren Anführer einen schwarzen Zylinder und einen Spazierstock trug, die einen interessanten Farbkontrast zu seiner grünen Haut bildeten. Seine Mitmutanten bildeten eine kleine Jazz-Combo und begannen sofort zu spielen.
Tanzend und singend bewegte sich der Chefmutant um das U-Boot herum.

"Ich bin der Herr der Mutanten,
Und meine Haut ist grün,
Ich hatte schon grüne Tanten,
Denn diese Farbe ist kühn!

Oh-hey, O ja, blubbabuh!
Seid grühühühüüühn - Yeah.

Ich bin der Herr der Mutanten,
Von mir da tropft der Schleim
Ich habe auch grüne Bekannten,
Die glibbern bei mir daheim.

Oh-hey, O ja, blubbabuh!
Seid grühühühüüühn - Yeah.

Ich bin der Herr der Mutanten,
Ich schwabbelschleim so gern,
Ich war bei den Huhnofanten,
Doch die sind mir nun fern.

Oh-hey, O ja, blubbabuh!
Seid grühühühüüühn - Yeah.

Ich bin der Herr der Mutanten,
Bin grün nicht nur am Kopf,
Ich kann bei jeder landen,
Denn ..äh..hm..
Ein Reim auf 'opf'?"

Globnik dachte kurz nach.
"Soll er ungefähr das selbe Niveau haben wie die vorigen?"
"Er kann auch ein kleines bißchen schlechter sein."
Zweifelnd blickte der Dübelpriester den singenden swingenden Mutanten an.
"Schlechter?"
"Besser wäre wohl schwerlich machbar."
Der Mutantenchef blickte seine Mitmutanten triumphierend an.
"Ha! Seht ihr: Endlich jemand, der mein Talent zu schätzen weiß."
"Oh Unser Meistermutant! Das war Ironie, Sarkasmus, Zynismus. Er hat das nicht ernstgemeint. Er macht sich über Sie lustig!"
"Ist das wahr?"
"Ja.", antworteten Globnik und der Priester zeitgleich.
"Nur weil wir Mutanten sein tun und nicht allzu gebildet aussehen ham die noch lange kein Recht, uns zu verarschen."
Die Wut des Mutanten verschlang seine vormals relativ kultivierte Sprache.
"Haumase platt?"
"Gute Idee, Boss. Machmase kaputt."
"Haumase mit Keuln un Knüppln!"

Doch die Mutanten hatten ihre Keulen und Knüppel verlegt, und während sie angestrengt nach jenen suchten lösten Globnik und der Dübelpriester nach und nach die Knoten des Netzes. All diese Aktionen endeten spontan, als ein bläulichweißblaues Glimmen die Höhle erhellte und die spannende Hintergrundmusik einsetzte.
Wie von einem Teufel besessen (Querverweis auf den einen Film da) erhoben sich die beiden U-Bootsinsassen in Rücklage in die Höhe und schwebten auf eine strahlende Scheibe am Firmament zu (Man beachte: In der Kanalisation!).
Endlich! Eine echte Entführung durch Außerirdische! Toll! Dadurch dürfte wohl erklärt sein, warum bisher keine eindeutigen Beweise für UFO-Sichtungen existierten:
Die Aussies (Außerirdische, nicht Australier) rasen nicht einfach über der Oberfläche unseres Planeten herum, nein, um es den Suchenden etwas schwerer zu machen zogen sie schon vor langer Zeit in den Untergrund um. Deshalb, Kinder:
Wenn eine leuchtende Scheibe aus eurem Klo herausfliegt, schlagt die Tür zu und holt einen Fotoapparat. Die Bilder könnt ihr dann an den Meistbietenden verkaufen, wenn euch die Männer in Schwarz nicht vorher erwischen und entsorgen. Viel Glück!

Globnik erwachte und blickte sich um: Er befand sich in einem ovalen Raum, die Wände glänzten in Metallicblau und Neongrün, an der Decke surrten unzählige winzige giftgasgrüne und violette Kleinstventilatoren. Als er die in schreienden Farben gestalteten Berberbrücken entdeckte, bestätigten sich seine schlimmsten Befürchtungen:
Er war in die Hände geisteskranker Innenarchitekten-Aliens geraten!
"Ohneinohneinohneinohneinohnein! Ich bin in die Hände geisteskranker Innenarchitekten- Aliens geraten!"
Die Türen seines geschmackvoll (ACHTUNG! IRONIE!!) eingerichteten Verließes glitten zur Seit, herein traten die geisteskranken Innenarchtikten-Aliens, in deren Hände er geraten war, ein.
"Wir sind die geisteskranken Innenarchitekten-Aliens, in deren Hände du geraten bist, wie du vielleicht schon bemerkt haben könntest, unterentwickelte Kreatur."
"Angenehm, mein Name ist Globnik, Herr Unterentwickelte Kreatur!"
Verächtlich spuckte der Chefinnenarchitekt und Pilot des Schiffes in seinen Art- Deco- Antigrav- Spucknapf.
"Globnik, deine Witze sind ebenso unterentwickelt wie dein gesamter Planet. Was ist das für eine Zivilisation, in deren Abwasserkanälen kein einziger blauer Stein verwendet wird? Unästhetisch, ohne jeden Geschmack!"
Globnik beachtete den hysterischen Außerirdischen nicht weiter und spazierte, direkt an jenem vorbei, auf geradem Weg in die Kommandozentrale des Schiffes. Dort drückte er wahllos auf einige Knöpfe und legte ein oder zwei Hebel um. Er schaltete einen Bildschirm ein und einen anderen aus, riß ein paar Starkstromkabel aus der Wand und aß einen der rüschchengeschmückten Pilotensessel. Danach trat er die stilvollen Hochsicherheitstüren ein und zerschmetterte die antiken Skulpturen eines längst vergessenen merkurianischen Künstlers, doch dann entdeckten ihn die Innenarchitekten. Der Kommandant stieß, sobald er die Verwüstung erblickte, einen gramgeplagtesten Klageschrei aus (ungefähr in Richtung von "Argohneinohgibtsganichverfluchedenmistkerlwasdaswiederkostetohjemineverdammtverdammtverdammtundjetztwastunhilfeundwerräumtdashierweg!").
"Arghoneinwiegingdasnochmalweiter?" , stimmte seine Crew in das Wutgeschrei mit ein.
Diese stumpfsinnigen Ausrufe brachten Globnik auf einen schrecklichen Gedanken.
"Was ist noch schrecklicher als geisteskranke Innenarchitekten-Aliens und benutzt Klageschreie, die länger als eine Zeile sind?", so fragte er seine Lexikon-Armbanduhr.
Die digital angezeigte Antwort bestätigte seine schlimmsten Befürchtungen. Er hatte hier keineswegs mit den noch verhältnismäßig harmlosen geisteskranken Innenarchtikten-Aliens zu tun, nein, seine Gegner waren der überaus schreckliche, gefürchtete, berüchtigte, anrüchige 'Club der überaus mittelmäßigen und absolut überbezahlten scheintoten Dichtungsreparateure aus der zentralsten aller Galaxien e.V.', eine weltallumspannende Ein- Alien- Verbrecherorganisation. Kurz und ungut, Globnik befand sich in zwei schrecklichen Gefahren: Erstens zeigte sich der 'Club dümauaüsDadzaG e.V.' nicht gerade erfeut über des Konterrevolutionäres letze Aktionen, und zum anderen war es nur noch eine Frage der Zeit, bis der Staudamm den gewaltigen Mächten des Wassers nicht mehr standhalten könnte und bräche, wodurch die ganze Stadt schutzlos den reißenden Fluten ausgeliefert gewesen wäre. Die idealste Lösung, den Damm nämlich durch den Fiesling zu verdichten, konnte er nicht anwenden, denn dadurch hätte er seinen Karmaschinken verschlechtert.
In eben diesem Moment stieß er auf einen frappierenden Fehler:
"He, in einem Mann organisierter Verbrecher! Wozu hat einen Ein- Mann- Organisation eine Crew?"
"Hawurgh!"
"Arghargh!"
"Gnurgl!"
"Wurgz!"
"Oh nein! Meine Mannschaftsmitglieder fielen soeben einer nach dem anderen tot um und lösten sich unter Bildung grünen Schaums auf, fast wie in einer Folge der Die- Wahrheit- ist- irgendwo- da- drunter- ich- habe- aber- vergessen- wo- genau- ich- sie- hingelegt- habe- Serie, und da der Autor zu faul ist, das ganze selbst zu beschreiben, ich außerdem noch einige Dialogzeilen füllen muß, um an das Mindestsoll für eine etwas höhere Gage zu kommen, und weil man so jede Menge Geld für Effekte spart, muß ich das ganze in einem synthetischen Mammutsatz beschreiben."
Infolge der unmenschlichen Anstrengungen beim Artikulieren dieser Aussage erlitt der Club der überaus mittelmäßigen und absolut überbezahlten scheintoten Dichtungsreparateure aus der zentralsten aller Galaxien e.V. einen Herzinfarkt und kippte tot in den Stausee. Dadurch schwappte eine Flutwelle über den Stauwall und öffnete den bislang mikroskopisch kleinen Riß, wodurch ein enormer Tsunami ganz Auenland versaute.
Globnik ergriff im (noch äußerst exzentrisch eingerichteten) Innenarchitekten-UFO die Flucht, denn Hobbits hassen Wasser in ihren Wohnhöhlen.
"Arghtsch!", ertönte ein Schrei direkt neben Globniks mittlerem Ohr. "Wisse Sterblicher, soeben tratest du dem Allmächtigen Gott auf den Fuß!"
"Gott? Wo kommt der denn plötzlich her?"
"Ungebildeter und gottloser Hohlkopf, ich war schon immer hier, denn ich bin allgegenwärtig!", fauchte Gott und ging hinfort.
Dadurch verursachte er Globnik gewaltige Kopfschmerzen, denn es überschritt dessen Vorstellungshorizont, dass ein Allgegenwärtiger sich entfernen konnte, ohne seine Allgegenwärtigkeit zu verlieren.

Und wieder einmal intervenierte ein übermächtiges Wesen; diesmal griff der Dübelgott höchstpersönlich ein.
Vorbei die Revolution und all ihre Nebenprodukte, so auch die Konterrevolution und alle Anhänger beider Gruppen (Natürlich wurde die Zahl aller Zahlen wieder beköpft und lautete von da an wieder 28,2558).

Etwas später hielt der uns wohlstensbekannte Dübelpriester Zwiesprache mit seiner Gottheit (er verwendete einen Funkdübel).
"Alleshaltender Dübelgott! Warum dieser Schritt?"
"Nun, mein Klon, weißt du was ein Blubber ist?"
"Das Geräusch einer den Sumpf verlassenden Gasblase?"
"Dies ist eine der Bedeutungen. Doch ich spreche von einer anderen."
"Das Geräusch, das ein wohlschmeckender Schleimspinat von sich geben muß, um Euren strengen Qualitätstest zu bestehen?"
"Das wäre ein Blubb."
"Dann fällt mir nur noch eines ein: Ein Gerät, meist aus Glas, mit dessen Hilfe man das Kraut der Hanspflanze raucht, Kiffen genannt, um sich in einen berauschten Zustand zu versetzen."
"Fast trifft deine Erklärung zu, doch ist dies unbedeutend. Sehe, die soeben beschriebene Tätigkeit ist nicht ganz legal, und deshalb konnte ich die Präsenz dieses Objektes im heiligsten aller Bücher, in denen ich erwähnt werde, nicht länger tolerieren."
Dann verkündete der Dübelgott seine Richtlinien für an ihn glaubende Vegetarier: "Eßt mehr Hamster."
(Ernährungs- und Religionsforscher kritisieren die Authenzität dieser Überlieferung (Die Ursache dieser Kritik wurzelt wohl an der starken Ähnlichkeit der Wörter 'Hamster' und 'etwas, das kein Fleisch ist' in der Sprache der extraterristischen Zimmerleute, die der Menschheit vor unsäglich langer Zeit die Dübelgottreligion brachten.).

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Gott blickte in die Tiefe.
"Was ist das, Haustotwennsnochzuckt?"
Haustotwennsnochzuckt, der Gott der ersten Jäger und Sammler der Erde, folgte Gottes Blick.
"Elender! Das war ein sprachliches Bild, komm zurück!"
Doch Haustotwennsnochzuckt konnte dieser Aufforderung, so gern er auch gewollt hätte, keine Folge leisten, denn er stürzte in einen unendlichen Abgrund. Sein Sohn Frissesoderlasses, der ihn gerade noch hatte springen sehen, hechtete hinterher, wie es seine Pflicht als Nachkomme und Nachfolger von ihm verlangte.
Gott seufzte auf, griff Pflop, den Gott der Gummibälle, und warf ihn hinterher. Sollte diese Spalte im Paradies der Götter und nahezu göttlichen Wesen einen Boden besitzen, dann käme Pflop schon bald zurück, um dem Allmächtigen zu berichten.
Doch bis dahin konnte noch viel Zeit vergehen, also machte Gott sich auf den Heimweg; es sah nach Regen aus, und das in Salzsäulen verwandelte Personal stand noch im Freien.

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"Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Rasenmäher! Kunst! Kunst! Kunst! Kunst! Kunst! Kunst! Kunst! Kunst! Kunst! Kunst! Kunst! Kunst! Kunst! Kunst! Kunst! Kunst! Kunst! Kunst! Abschaum der menschlichen Gesellschaft! Abschaum der menschlichen Gesellschaft! Abschaum der menschlichen Gesellschaft! Abschaum der menschlichen Gesellschaft! Abschaum der menschlichen Gesellschaft! Abschaum der menschlichen Gesellschaft!"
DTddangh gab dem Bettler eine Münze, denn der Einfallsreichtum dieses Mannes beeindruckte ihn doch sehr. Noch mehr beeindruckte ihn jedoch dessen Reaktion, denn jener schleuderte das Geld gegen eine Stahlbetonmauer und schrie:
"Ich brauche keine Almosen! Ich bin der höchste aller Hohepriester des Dübelgottes, inkognito unterwegs, zu beschützen das Multiversum vor der ewigen Verdammnis! Rasenmäher! Rasenmäher! Voodoo! Voodoo! Dübelgott! Dübelgott! Nur der allmächtige Dübelgott kann euch aus den Klauen der Mächte der Verderbnis erretten! Ich habe euch gewarnt, seht euch vor, denn sonst werdet ihr das Nachsehen haben!"
Dann besann er sich für einen kurzen Moment.
"Wenn du mir wirklich etwas schenken willst, undefiniertgelockter Jüngling, so überreiche mir allsbald der Ausrufezeichen hohe Zahl, denn mein Bedarf ist überwältigend."
DTddangh entsprach des alten Mannes Bitte und betrat das Zentrum für Hamsterfeindliche Aktionen Rüssellands (ZHAR), seine neue Arbeitsstätte (Den Kanalinspektorenjob in Sdegng hatten ihm ein Quotenrasenmäher und ein Bettelmönch geraubt (jeweils eine Halbtagsstelle)).
Friedlich saß DTddangh an seinem Schreibtisch, der allgegenwärtigen Arbeitsstätte, seine Kollegen betrachtend, die da waren altbekannte Persönlichkeiten: Sehr-wichtige-Nebenperson #1 (Totgesägte leben enger), Iwan das Fusselpferd (ein Opfer der Rache seines früheren Reiters und gestrandet fernab von heimatlichen Gestaden), der Schleimpriester (seine Frau hatte ihn zwischen Seite 121 und Seite 122 verlassen, um sich mit der Weramöbe (alias Superbusfahrer, dem Schrecken aller Schulkinder, dem Bruder von Supereiszapfen (dem Eiszapfen vom Planeten Krypton)) eine neue Zukunft aufzubauen) und der bisher völligst unbekannte, höchst beliebte, unsagliche, sägenhafte, fantastische, vom Dübelgott aussortierte, multiplanare und bovinspongiform enzephalopathische Hochmeistererhypermegalaberkopf Mahhgg, der mächtigste aller Mahhggier. Nur wenige Minuten zuvor hatten sie sich die Mittagspause durch ein kleines Loblied auf die zerebrale Defibrilation verschönt (Zwar konnte keiner sich unter diesem Begriff etwas Konkretes vorstellen, doch in DTddanghs Lexikon fanden sie den Vorschlag (es war kein sehr selbstbewußtes Lexikon, nein, gewiß nicht) 'wirklich amüsante Auffaserung des Gehirns (Kinder, probiert das bloß zu Hause aus!)', eine sehr überzeugende und sympathische Erklärung, wie Mahhgg es auszudrücken pflegte).
DT, die wichtige Position des Büroleitenden ausfüllend, blickte an die Decke. Dort öffnete sich gerade ein neuer Dimensionsvortex.
"Ein schwarzes Loch?"
Sehr-wichtige-Nebenperson #1 hob seinen Kopf.
"Nur eines der üblichen Saug- sie- alle- fort- von- hier- Dinger, nichts Ernstes."
Diese Meinung revidierte er jedoch, als der Vortex das gesamte Büro samt Inhalt in eine andere Dimension saugte.
"Gott, was soll das?", kommentierte DTddangh das Verschwinden seiner werten Kollegen vor Dienstschluß, "Jetzt kann ich die ganze Arbeit machen!"
Über DTddanghs Kopf materialisierte sich ein wohlbekannter Anblick, der pyramidale Gott. Spontan begann jener zu singen:

"Dein Gott, der hat drei Ecken.
Drei Ecken hat dein Gott.
Und hätt er nicht drei Ecken,
Dann wär er nicht dein Gott.
Grüß Gott, DTddangh, lange nicht gesehen."

"Schön und gott, aber das ist keine Antwort auf meine Frage."
"Ihr alle seid auserwählt worden, getestet zu werden, geprüft für eine epische Aufgabe."
"Schon wieder?"
"Epischer! Bedeutender! Und ohne illegale Waffen, ausnahmsweise."
"Anscheinend besteht keine Möglichkeit, sich diesem Test zu entziehen?"
"Multi sunt vocati, pauci vero electi. Erwählt sein ist Schicksal, und dem Schicksal kann niemand entkommen (abgesehen vom verdammenswerten Herrn der Hamster). Doch verzage nicht, DTddangh, denn Gott ist mit dir."
"Und weshalb bin ich noch hier?"
"Eine faszinierende Frage, doch unnütz, denn 'hier' bedeutet 'an diesem Ort', und ich frage dich also, warst du jemals an einem anderen Ort, als an dem, an dem du warst?"
"Ja, in einer stillen Oktobernacht des Jahres 1834, stehend in einem englischen Fischerboot vor der Küste Frankreichs befand ich mich im Himalaya."
"Meine Frage bezog sich nicht auf gespaltene Persönlichkeiten, zudem sie völlig sinnlos war."
"Eine rhetorische Frage also?"
"Nein, vielmehr ein knallblaues Gummiboot."
Gott setzte an, das passende Lied zu singen, doch da betrat Golko der Milchmann aus den Tiefen des Wäscheschranks die Bühne der Handlung.
"Ich bin Golko, der Milchmann aus den Tiefen des Wäscheschranks", sagte Gott.
"Angenehm, mein Name ist DTddangh", so stellte sich Golko, der Milchmann aus den Tiefen des Wäscheschranks vor.
"Und ich bin Gott", verkündete der Schreibtisch, der DTddangh vertreten mußte, da jener rückwirkend zum Ersten des vorrangehenden Monats in eine andere Dimension gesaugt worden war.
Dort notierte sich jener in sein Tageundnotizbuch "Vorhandensein von Drogen oder ähnlichem in meinem Essen überprüfen."
"Entschuldigen Sie bitte", globberte das Tentakelmonster und tippte mit der Spitze eines seiner Pseudopodien auf DTddanghs Schulter, "Wurden Sie etwa auch vom dreieckigen Gott in diese Dimension gesaugt?"
"Ja, Sie etwa auch?"
"Nein, aber ich verkaufe diese spaßigen kleinen Tentakelschoner. Meine Frau und meine 28,2558 kleinen Kinderchen haben sie abends und an ihren freien Tagen in liebevoller Arbeit gehäkelt." "Das sind doch aber maschinengefertigte Tentakelschoner."
"Nun, es ist mir etwas peinlich, aber ich bin mit einer Häkelmaschine verheiratet."
"Eine multikulturelle Ehe muß einfach unterstützt werden! Natürlich kaufe ich ihnen 28,2558 Schoner ab. Doch halt! Die sind ja aus 100% Tropenholzbaumwolle (von Regenwaldbäumen) gemacht! Sie zerstören damit die grüne Lunge irgendeiner anderen Dimension!"
"Ja, aber dafür sind sie FCKW-frei, biologisch abbaubar, ohne Konservierungsstoffe und aus fair gehandelter Baumwolle."
"Aber nicht aus Altpapier!"
"Doch, sehen Sie nicht das kleine Schild da, hier: 'Aus 100% Altpapier und 100% Tropenholzbaumwolle (von Regenwaldbäumen) und auch noch 100% biologisch abbaubar'. Also doch Altpapier."
"Das kann doch nicht stimmen, das wären dann zusammen 300%."
"Das liegt an meinem tollen Drei-zum-Preis-von-zwei-Angebot. Allerdings läuft das bald ab, und dann kosten die Schoner natürlich mehr..."
"Ich kaufe! Ich kaufe!"
"Sehen Sie, ich wußte ja, dass wir uns einigen würden."
DTddangh kaufte dem zwielichtigen Gesellen also einige Tentakelschoner ab, mehr um seinen guten Willen zu demonstrieren, denn sie zu benutzen. Der Händler hatte immerhin Kinder zu ernähren und seine Frau regelmäßig zum Kundenservice zu bringen (wir erinnern uns, sie war eine Nähmaschine, nicht vergessen (das könnte sich eventuell noch als bedeutsam erweisen)).
Seiner Dankbarkeit wegen ließ der Amöbenmarketender DTddangh bis zur nächsten Siedlung in seinem fliegenden Mülleimer mitreisen, doch dann trennten sich der beiden Wege wieder.
Die Siedlung bestand aus einigen Wohncontainerblöcken, deren Bewohner sich aufgrund einiger kleiner politischer Grundsatzdifferenzen in verschiedene Lager aufgeteilt hatten und sich nun von Zeit zu Zeit ununterbrochen erbitterste Straßenkämpfe lieferten.
Dieses irrationale Verhalten brachte die Wirtschaft zum erliegen und die Lagerhäuser an den Rand ihres freien Raumes, denn Straßenkämpfe lassen sich nicht gerade als unplatzverschwendend bezeichnen (außer bei einem extremen Hang zu Untertreibungen). Zudem mußten die Lager streng bewacht werden, man stelle sich die entsetzlichen Verwüstungen vor, die ein ausgebrochener erbitterster Straßenkampf verursachen könnte. Hinter der Containersiedlung erstreckte sich ein gigantischer Wald, der schon seit längerer Zeit zu brennen schien, auf jeden Fall begründete ein Schild, das großspurig auf den langjährigsten Waldbrand seit Hamstergedenken diese hinwies, diese Vermutung.
Der- Typ- der- das- alles- nur- geträumt- hat ignorierte die Bürger, die einem entflohenen Straßenkampf hinterherjagten, und begab sich direkt zum uralten Waldbrand, denn im Alter liegt Weisheit (oder auch Alzheimer).
Der weise wuchernde Waldbrand rauchte gerade eine ewige Eiche und freute sich sichtliche über DTddanghs Besuch.
"Weiser Waldbrand! Im Laufe der Geschichte meines ereignisreichen Lebens begegnete ich schon vielen Mysterien, weisen und pseudoweisen Weisen, mehreren Versionen Gottes. Nebenpersonen wollten die mir zugedachte Rolle der Hauptperson entreießn, zudem begann diese Chronik des Multiversums mit gänzlich anderen Charakteren. Doch nach all dem Unfug möchte ich immer noch erfahren, was die Bedeutung der Zahl 28,2558 ist."
"Nun, anscheinend gibt es kein Entweichen mehr. Ich werde dir nun das Geheimnis anvertrauen, auch wenn du es seiner Geheimnisvolligkeit berauben wirst. Ich werde nun nicht kurz vor diesem alles entscheidenden Moment verlöschen, ich werde die Antwort nicht einfach so vergessen. Vielmehr werde ich ohne weiteres Hinauszögern das Rätsel lösen."
"Wirklich?"
"Ja."
Der Waldbrand machte eine dramatische Pause, die DTddangh zum Zertreten eines lästigen Straßenkampfes nutzte.
"Obwohl, eines muß ich noch sagen."
"Was?"
"Wer bis hierher durchgehalten hat, der/ die /das /allesineinem verdient eine Belohnung und darf bis zum Ende des gesamten Romanes auf diese Antwort warten. Ich bin großzügig! Fluchet nicht, denn glücklicherweise ist dies nicht eine unendliche Geschiche, denn das wäre wohl weniger schön."
Dann verlosch der Waldbrand; zurück blieb nur eine angebrannte Notiz, die da vernehmen ließ: "Suche den Swimmingpool der einzigen Wahrheit auf, er wird dich erleuchten."
"DTddangh! DTddangh! Hörst du mich?", vernahm jener eine Stimme aus dem Unterholz.
"Jawohl, ich höre dich!", so antwortete er.
"Aber du siehst mich nicht?" "Nein, ich sehe dich nicht."
"Ach, wie gut, dass niemand weiß, das ich auch wie du da heiß."
Dieser letzte Satz veranlaßte DTddangh, in sekudenschnelle seinen Geisteszustand zu überprüfen, denn er hatte den lichten Verdacht, er spräche mit sich selbst. Und siehe da, er hatte recht.
Da nun dieses Problem gelöst war, zog er zurück in die Containerstadt, denn dort fand gerade das große Straßenkampfstraßenfest statt, zufälligerweise spendeten einige Fertighamstereßessenproduzenten Gratisproben ihrer Produkte, die die örtlichen Händler mit einer grenzlegalen Gewinnspanne verkauften, doch trotz alledem konnten Hamstereßessenesser immer noch viel Geld beim Erwerb ihrer Nahrung sparen. Die logische Konsequenz dieser Tatsache offenbahrte sich dem wahren Haupthelden dieser Geschichte dann auch recht bald, denn passend zu diesem Anlaß begegnete er einigen alten Bekannten und Kollegen, die allesamt von Gott (dem dreieckigen diesmal) zwecks intensiver Tests an diesen Ort versetzt worden waren.

Iwan Fusselpferd und Mahhgg bedrohten gerade einen Mann, der Plakate an die hinter den Absperrungen tobenden Tierschützern verkaufen wollte, um jenen den Protest gegen das momentan populärste Gericht der Feier, den Tripel- Decker- Hamsterburger, zu erleichtern.
Besonders Iwan schien seine Aggressionen ausleben zu wollen.
"Elender! Für Geld würdest du wohl alles verkaufen?"
"Äh..., also, mein Gefährte, das Fusselpferd da, ein äußerst verfilztes Exemplar, wenn ich das mal bemerken darf, also, der hat irgendwie schon Recht..."
Die Protestschreie der ausgesperrten Hamsterburgergegner übertönten den Trialog für kurze Zeit, denn sie hatten Sprechchöre gebildet und brüllten wild durcheinander:
"Laßt die armen Hamster leben!"
"Tripel-Decker, gar nicht lecker!"
"Kein Hamster Hamham!"
"Laßt uns rein, wir wollen alles demolieren und die Hamster befreien!"
"Und essen!"
Der Hamsterschützer drehte sich um.
"He, du willst die armen, unschuldigen Hamster fressen?"
"Warum nicht?"
"Weil das eklig, scheußlich, widerlich, gräßlich und pervers ist. Außerdem verdreschen wir jeden Hamsterfresser."
Ein schrecklicher Verdacht bestätigte sich für Sehr- wichtige- Nebenperson #1.
"Oh, ich glaube, ich bin auf der falschen Seite der Absperrung. Äh, Hamster schmecken gar nicht so gut! Scheußlich, sogar."
Das Verstummen der Sprechchöre lenkte selbst die Aufmerksamkeit des unaufmerksamsten Beiteiligten auf die Szene um SwN #1, der durch einen fantastischen Sprung auf die nächste Hochspannungsleitung die Flucht ergreifen wollte. Doch dieser Versuch schien zum Scheitern verurteilt, denn die Tierschützer erklommen die benachbarten Leitungstürme und hangelten sich die Kabel entlang.
Angesichts dieser dramatischen Situation verschonte Iwan den unseligen Verkäufer und begann, in Zusammenarbeit mit Mahhgg und DTddangh einen Rettungsplan auszuarbeiten.
"Sag, Fusselpferd, haben sie ihn schon erwischt?"
"Nein, momentan bewirft er sie mit Elektronen aus der Hochspannungsleitung, aber wer weiß, wie lange das noch gut geht."
"Äh, also, wir konnten, das ist nur ein Vorschlag, also, nun, hm, vielleicht könnte ich, oder auch nicht, oder doch, ja, ich könnte einen Zauber werfen."
"Einen harten Zauber?"
"Äh, eher nicht."
"Einen mit Stacheln, um sie alle aufzuspießen?" "Oder sogar einen dieser blauroten Feuerbälle?"
"Äh, genau, ein Feuerball, das wäre, hm, ideal!"
So warf Mahhgg einen Feuerball auf den nächsten Holzhaufen, beschwor ein paar kleine Spießchen und verteilte Hamster mit spezieller Hamsterbratensauce an die Umstehenden, denn wie der große babylonische König Hammurabi schon vor langer Zeit niederschreiben ließ:

"Vor der Schlacht und vor dem Tod, iß erst einmal ein Hamsterbrot."

Als die genüßlichen Düfte schmorender Hamster über das baldige Schlachtfeld wehten lichteten sich die Reihen der Tierschützer, Vegetarier und Hamsterfreunde, denn sie alle hatten schon seit unzähligen Stunden keinerlei Gelegenheit gehabt, ihren Hunger zu besänftigen. So löste Mahhggs Hamsterbratensauce den Konflikt ohne Blutvergießen (Die Hamster waren darüber allerdings anderer Ansicht); eine gute Tat, die in die Annalen der Hamsterkochkunst einen bedeutenden Platz gefunden hat.
Nach der Hamsterbratensaucenparty folgten ein Hackhamsterfriedensfest, eine Hamster- schmeckt- gut- Fete und ein amüsantes Hamsterverspeisungsritual, kurzum, die ganze Welt war glücklich und zufrieden. Doch da erschien plötzlich ein reitender Bote, der einen Brief an DTddangh zu überbringen hatte.
"Gott gemacht!", las jener vor, "Der erste Teil der Prüfung ist nun überstanden. Begebet euch sofortestens in die Berge- der- absoluten- Verdammnis- und- Vernichtung, zum Paß- des- Jammerns- und- Wehklagens und steigt hinab in die Spalte- des- schrecklichen- und- grausamen- Todes, wo ihr die Höhlen- für- die- mir- einfach- kein- bedrohlicher- Name- mehr- einfallen- wollte zu erkunden habt. Dort harret eurer der Wächter zur Pforte- am- Ende- der- Zeit, der euch Coupons für einige Gratis- Dosen Chlorophyll- Gelee überreichen wird. Bringt diese Coupons zur nächsten Gotto(6-aus-49)-Annahmestelle und löst sie dort ein. Probiert das Gelee noch im Geschäft und spuckt es an die Wand. Verlangt Götterspeise. Schlagt alles in viele kleine Stücke, weil sie dort keine Götterspeise führen werden. Befreit Lappland und zwei Kontinente eurer Wahl. PS: Geht nicht über Los. Zieht keine DM 28,2558 ein."
"Oho", so sprach das Fusselpferd, "Das klingt wohl interessant. Lasset uns aufbrechen zu den Bergen- der- absoluten- Verdammnis- und- Vernichtung!"
So zogen sie denn hinauf, durchquerten den Paß- des- Jammerns- und- Wehklagens, fielen in die Fallgruben- der- absolut- fiesen- Hinterhalts- Orks, erschlugen jene und stiegen hinab in die Spalte- des- schrecklichen- und- grausamen- Todes, dem Eingang zu den Höhlen- für- die- mir- einfach- kein- bedrohlicher- Name- mehr- einfallen- wollte. Von dort aus war es kein Problem, die Pforte- am- Ende- der- Zeit zu finden, der Weg dorthin war nämlich bestens ausgeschildert, eine Tatsache, die wir den Pionieren und Missionaren des allmächtigen Dübelgottes zu verdanken haben.

Ruhm und Ehre dem Dübelgott!

Nundenn, so erhob sich vor den vier Gottesfolgenden die Pforte- am- Ende- der- Zeit, zu erkennen an all den stehengebliebenen Uhren. Zu gerne hätten sie nun die Gratis- Coupons eingesackt und die nächste Gotto- Annahmestelle verwüstet, aber der Wächter zur Pforte- am- Ende- der- Zeit schien unauffindbar verschwunden.
Sehr- wichtige- Nebenperson #1 entdeckte in einer Ecke ein verstaubtes und zerfleddertes Pappschild mit der hastig vermerkten Notiz "Bin gleich wieder zurück - Der Wächter zur Pforte- am- Ende- der- Zeit", doch anscheinend schien jenem etwas unangenehmes wiederfahren zu sein.
Statt Gottes Auftrag auszuführen betrieben sie eben noch etwas Blasphemie und Götzenanbetungen, dieser Zeitvertrieb (am Ende der Zeit, wohlgemerkt) konnte sie für etwa 28,2558 Minuten beschäftigen, aber selbst die spaßigsten Unterhaltungen werden auf die Dauer langweilig.
"[..] Was [..] nun [..] tun? [..]", so ließ Mahhgg vernehmen, unter dem Einfluß seines Zeitrafferzaubers stehend verkürzten sich seine Aussagen hörbar; ein Umstand, den niemand zu bedauern schien, am wenigsten er selbst.
"Wir könnten ein paar Schätze suchen", schlug Iwan das Fusselpferd vor, doch die Idee scheiterte an Mahhggs heftigen Widerstand ("[..] Das [..] hatte [..] ich [..] [..] doch [..] schonmal [..]! Nicht [..] schon [..] wieder!").
"Wir könnten Atlantis versenken."
"Nein, Sehr- wichtige- usw.", widersprach DTddangh, "Von versenkten Städten, Elefanten und Totengräbern habe ich für die nächste Zeit mehr als genug. Aber Hamster, das wäre ein Gericht nach meinem Geschmack."
"Hamster? Bei meinem Pferdefell, nicht schon wieder! Ich hab' jetzt noch Bauchschmerzen, an diesen Tripel-Decker-Burgern kann man sich so leicht überfressen."
"Wir könnten uns 'Die Apokalypse, Teil XVII: Tod, Teuerung und Tote, EXTRABRUTAL' reinziehen. Hat jemand einen Fernseher mit Videorecorder dabei?"
"[..] Ja, [..] ich [.......]!"
Doch der Fernseher funktionierte nicht so recht, was die vier vor ein großes Problem stellte: Warum nicht? Schließlich entdeckte Sehr-wichtige-Nebenperson #1 die Ursache für das Versagen des Geräts: Iwan hatte den Hamster, der eigentlich den Hamsterradstromgenerator antreiben sollte, gefressen.
"Ha! Von wegen [..] überfressen!" (In seiner Wut drückte sich Mahhgg etwas knapper aus als gewöhnlich.)
"Das war mein Vormittagsfastschonmittagssnack! Den brauch ich einfach!"
"Aber doch nicht den Kraftwerkshamster!", erzürnte sich DTddangh, "Das ist kriminell!"
"Ich habe eine Lösung: Stellen wir doch einfach dieses Flusenpferd in das Laufrad. Strafe, Strom und nochwas."
Mit drei zu einer Stimme wurde der Vorschlag mehrheitlich akzeptiert, also überwältigten DTddangh, Sehr-wichtige-Nebenperson #1 und ein von Mahhgg beschworener Elementargeist von der elementaren Ebene der leicht mißglückten Karikaturen berühmter Eisenbahnkonstrukteure (eigentlich hätte es ein Golem sein sollen, aber wasmacht das schon) das Fusselpferd und sperrten Iwan in das Hamsterlaufrad. Zwar war dieses ein kleines bißchen eng und unbequem, doch immerhin hatte der Verräter eine gerechte Strafe zu verbüßen, die, gemessen an der Schwere seiner Untat, regelrecht milde war.
"[...] Wenn [..] ich [..] dies [..] nun [..] genauer [..] betrachte, [..] so [..] finde [..] ich, [..] die [..] Strafe [..] ist [..] noch [..] viel [..] zu [..] mild. [..] [..] Stellen [..] wir [..] das [..] Rad [..] doch [..] hinter [..] den Fernseher [..] und [..] ziehen wir Kopfhörer [..] [..] an. [..] Dann [..] bekommt er [..] [..] überhaupt [..] nichts [..] mehr [..] vom Film mit."
Zufälligerweise ergab die Abstimmung exakt das gleiche Ergebnis wie die vorhergehende, eine überraschende Koninzendenz, vielleicht sogar eine verborgene und geheimnisvolle Nachricht. Welche Bedeutung für das Multiversum könnte die Lösung dieser Frage haben?
Wahrscheinliche keine, doch trotzdem tut es gut, sie gestellt zu haben.
So weit, so gut, nach einiger Zeit versöhnten sich die Reisenden wieder, denn anschließend an den Film hatte Allmächtiger Gott noch eine kleine Moral gefügt:


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Dominik D. Freydenbergers "Die Hundert Hühner Hammurabis"